Von Kos nach Palamut und weiter.

Auf geht`s!

Von Kos nach Palamut

Von Kos nach Palamut

Nun gut, die Bayern haben verloren. Unglücklich, aber das Ergebnis zählt. Was hält uns jetzt noch in Kos? Den Sonntag haben wir als Ruhetag eingeschoben, weil ob der Niederlage einige Mythos zu viel gelaufen sind. So what, heute laufen wir Richtung Süden aus.

Ich nehme noch eine kurze Dusche, kurz, weil das Wasser mal wieder kalt ist.

Auf dem Rückweg kaufe ich noch frisches Brot bei Kostas. Der verabschiedet sich in aller Form, gibt mir den griechischen Namen Kostas, weil er Günter einfach nicht über die Lippen bringt und erklärt mir anschließend, dass wir beide heute Namenstag haben. Wir freuen uns darüber und er spendiert zur Feier des Tages zwei Glückskekse. Eines für mich, das andere für die Lady. Ich soll aber bitte nicht vergessen der Lady zu erklären weshalb. Habe ich gemacht.

Zurück an Bord gibt der Skipper gewohnt gelassen das Kommando zum Auslaufen.

Hanne hat zwischenzeitlich schon alles vorbereitet. Die Bimini ist eingerollt, Navigation und Elektronik eingeschaltet.

In Richtung Palamut.

Ich prüfe noch einmal den Motorölstand, obwohl der sich seit gestern kaum geändert haben kann.Sicher ist sicher.

0845 rufe ich über Kanal 77 Pedro, mit der Bitte um Hilfe beim Auslaufmanöver. Die Begleitung  des Pilot Bootes ist obligatorisch.

Der Wetterbericht hat ruhiges Wetter angekündigt. So läuft die DOL, eskortiert von Pedro, aus dem Hafen, hinaus auf spiegelglattes Wasser.

An Segeln ist nicht zu denken. Zwei Knoten Wind, platt von achtern, bringen selbst den größten Optimisten nicht voran. Der Jockel muss ran.

Wir setzen Kurs 90° um das Leuchtfeuer Louros Pt zu runden und folgend 180°, Richtung  Knidos. Wir runden Kap Knidos, vorbei am antiken Hafen, um Kurs auf Palamut, einem winzigen Hafen auf der Datca Halbinsel, abzusetzen.

Erklärungen der Sternwarte Lübeck zum Sonnenhalo:

Auf der Reise von Kos nach Palamut sahen wir diesen Halo.

Auf der Reise von Kos nach Palamut sahen wir diesen Halo.

 

Die DOL läuft immer noch unter Motor. Meistens eine stink langweilige Sache. Ein „Ohh“ von Hanne weckt mich aus meinem Wachschlaf (Wachschlaf deshalb, weil ein Skipper auf Wache niemals schlafen darf).

„Was ist das“? Sie zeigt auf die Sonne. Die Sonne ist umgeben von zwei kreisförmigen Licht Erscheinungen, die in den Regenbogenfarben leuchten.


Ich knurre altklug: “Das ist ein Halo“, obwohl mich das Schauspiel auch fasziniert, für mich ist es der zweite Halo den ich je zu Gesicht bekam, ich  gebe mich aber sehr gelassen. Mit solchen Tricks erhält man sich den Respekt der Crew.

Das Anlegemanöver verläuft wieder unproblematisch. Kein Wind und der Hafenmeister nimmt die Leinen.

Einige Impressionen von Palamut.

Eine böse Überraschung sind jedoch die Liegegebühren. Im vergangenen Jahr haben wir 20 türkische Lira bezahlt. Jetzt will der Gauner Vierzig haben. Wassersport wird selbst hier, in den kleinsten Häfen, ohne Service, teuer.

Trotzdem bezahle ich anstandslos für zwei Tage, weil für morgen Ostwind mit 6 Windstärken angekündigt ist. Unser nächstes Ziel, Bosborun, liegt 30 Meilen in östlicher Richtung, 30 Seemeilen mit sechser Wind auf der Nase und das ohne Not, nein Danke.

22.05.12

Tatsächlich kachelt es aus Ost. Teilweise mit mehr als 30 Knoten. Die Entscheidung im Hafen zu bleiben, war goldrichtig. Der Wettermann aus Athen hat für morgen moderaten Wind aus West vorhergesagt. Das passt prima.

Bis morgen

Hanne&Günter.

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