Im neuen Revier.

Segeln in Griechenland und der Türkei

Der Winter war kalt und lang. Dieses Mal war er besonders widerwärtig, weil noch einige andere Widerwärtigkeiten hinzukamen.
Unser, ach so heiß geliebtes Skifahren, wurde dank etlicher, notwendig gewordener Reparaturen an unserem Haus, stark beschnitten und so habe ich heuer nur halb so viele Pistenkilometer wie gewöhnlich auf der Logge.
Unsere zweite Heimat, der Wohnwagen, war auch die halbe Zeit nicht bevölkert.
Umso mehr freuten wir uns auf unser Boot und Griechenland sowie auf Segeltörns durchs Mittelmeer.
Am 3. Mai war es endlich soweit. Schwager Ralf expedierte uns mitten in der Nacht, die Abflugzeit war unchristlich früh, zum Flughafen Frankfurt-Hahn.
Am Flughafen ist ein bayrisches Frühstück, bestehend aus Salzbrezeln, Weißwürsten und Weißbier obligatorisch.

Noch eine Weißwurst und dann geht es los

Noch eine Weißwurst und dann geht es los

Nach der Stärkung konnten wir die kleinliche Prozedur des „Ryanair Check Ins“ geduldig über uns ergehen lassen und kamen schließlich pünktlich in der Abflug Lounge an.
Wir sind erfahrene Ryanair Flieger und hatten natürlich Priority gebucht. Priority berechtigt einen Teil der Fluggäste das Flugzeug bevorzugt zu betreten und sich gemütlich einzurichten, bevor die restlichen Passagiere den Flieger stürmen. Bei diesem Billigflieger gibt es keine Platzreservierungen.
Beim Aufruf: “Priority passengers boarder, please“, hasteten die Priorities los. Nur wir nicht, weil mich mal wieder Rückenschmerzen plagten und ich nicht so schnell auf den Beinen war.

Wir sitzen trotzdem gut

Wir sitzen trotzdem gut

“Hättest mal früher mit der Gymnastik anfangen sollen“, hörte ich Hanne noch maulen, während rechts und links die „othter passengers“ an uns vorbei spurteten. Als wir in den Flieger einstiegen waren die besten Plätze natürlich weg.
So viel zum Thema Priority Passenger.

Im Flugzeug kehrte wieder Ruhe ein und wir hatten einen angenehmen Flug nach Kos, unserem Heimathafen und Ausgangspunkt unserer Unternehmungen.
Als wir 2003 unser neues Boot bekamen, legten wir es nach Biograd in Kroatien, direkt gegenüber des Kornaten Archipels. Sechs Jahre lang segelten wir in diesem traumhaften Inselrevier, entlang der kroatischen Küste. Längere Törns führten uns nach Griechenland, in das Ionische Meer, durch den Kanal von Korinth und um den Peloponnes.
2009 beschlossen wir unsere Basis ganz nach Griechenland, auf die Insel Kos, zu verlegen. Wie sich herausstellte, eine gute Wahl. Folgend eine kurze Vorstellung unseres neuen Heimathafens.

Das Blumentor

Das Blumentor

Wir lernen für das Segeln in Griechenland und der Türkei

Kos gehört zur Inselgruppe des Dodekanes, die im Südosten der Ägäis vor der türkischen Küste liegt. Kos ist der Geburtsort des Hippokrates, der als Arzt im sog. Asklepion praktizierte, einem Sanatorium, das gleichsam den bedeutendsten Kulturschatz von Kos darstellt. Bedingt durch die geografische Lage ist das Klima auf Kos heiß und trocken. Dies prägt natürlich das Landschaftsbild und auch die Architektur der Insel.
Die drittgrößte Insel des Dodekanes ist eher flach, nur den Süden durchzieht ein Höhenzug, der im Dikenos (875m) und Simbatron gipfelt.
Die Hauptstadt Kos liegt in fruchtbarer, wasserreicher Umgebung im Nordosten der Insel, an einer flachen, offenen Bucht. Bei der Einfahrt in den Hafen sieht man auf der linken Seite die Johanniterburg. Bei Ausgrabungen wurden Fundamente aus klassischer Zeit (wie die Agora) und Bauten aus hellenistischer Zeit (wie das Gymnasion, das Odeion, die römischen Bäder, eine römische Villa mit schönen Mosaiken) freigelegt, sowie Reste der Befestigungsmauer aus klassischer Zeit und Fundamente von zwei Tempeln.

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Fläche: 290 qkm
Höchster Berg: Dikenos, 875 m
Einwohner: 20.000
Wirtschaft: Tourismus

Am 15. Mai 2001 war die offizielle Eröffnung der Kos Marina. Es wurden 8 Millionen Euro investiert, um dem ehrgeizigen Plan, die beste Marina Griechenlands zu bauen, gerecht zu werden. Dieser Plan wurde dann auch leidlich erfüllt. Es fehlt zwar noch der projektierte Swimming Pool, und der Erhaltenszustand der Marina lässt manchmal zu wünschen übrig, der Hardstanding Bereich sowie das Management dieser Area, ist phasenweise sogar dilettantisch, doch ist der Gesamteindruck und das Management der Marina für griechische Verhältnisse brillant. Die Marina ist als Basis für „Segeltörns Mittelmeer“ ausgezeichnt geeignet.
Die Kos Marina befindet sich in Nähe des alten Hafens am Ortsausgang der Inselhauptstadt. Die Yacht Liegeplätze in diesem Hafen werden mittlerweile auch von der Marina verwaltet.
Die Professionalität und Freundlichkeit der Pilotboot Besatzungen ist besonders hervor zu heben.

So das war`s. Törnbericht 1, Segeltörns Mittelmeer folgt.

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