Mit der Ford Gruppe eine Motorradtour durch den Hunsrück und das Moseltal.

Gerne nehme ich die Einladung zu einer Motorradtour durch Hunsrück und Moseltal von einer motorradverrückten Gruppe der Fordwerke Saarlouis an.
Sonntagmorgen treffen wir uns zum vereinbarten Zeitpunkt, mitten in der Nacht, um 0900 Uhr, auf dem Parkplatz der Spaßbrauerei Losheim am See.
Sieben aktive Ford’ler und ein Ehemaliger. Kurzes Begrüßungshallo und ab geht es Richtung Hunsrück. Welche Route unter die Gummis genommen werden soll, wissen nur Matthias und Rainer. Unser Vertrauen ist unerschütterlich und so fahren wir brav hinterher.
Die ersten Kilometer knurre ich etwas unwirsch in meinen Bart: „ Na das kann ja heiter werden“, weil Rainer auf der viel befahrenen B 268 das Tempo etwas einbremst.
Wie sich später herausstellt eine krasse Fehleinschätzung. Um es vorweg zu nehmen, im nachfolgenden Motorradterrain zog das führende Motorrad die Drosselklappe mächtig auf. Im Kurvengeschlängel des Hunsrücks mussten die Nachfolger mächtig aufpassen nicht den Kontakt zu verlieren. Respekt!
Nach hundert Kilometern und einer aufregenden Kurvenhatz ist die erste Rast im Zumethof. Hoch über der Moselschleife Trittenheim und Leiwen gelegen, mit atemberaubender Aussicht.[nggallery id=64]Die erste Rast im Sumethof.

Ein Kaffee und ein genüssliches Strecken der alten Knochen verleihen dem Ehemaligen frische Kräfte.
Was jetzt kommt, stellt die bisher gefahrene Route als Aufwärmstrecke in den Schatten. Parallel zum Moseltal, bergauf, zurück ins Tal, wieder bergauf und so weiter, und so weiter.
Rainer dreht kräftig an der Gaswalze. Eine Schräglage jagt die andere und wer die Füße nicht schnell genug auf den Fußrasten zurück bekommt, kann seine Stiefel neu besohlen lassen.
Auf dem Weg zur Mittagsrast halten wir an einem Aussichtspunkt hoch über der Mosel an um ein Gruppenbild ohne Dame zu schießen..[nggallery id=65]Hoch über dem Moseltal.
Wunderschöne, kaum befahrene Straßen und Sträßchen, führen uns zu unserem Mittagsrastplatz, Kloster Machern, bei Ürzig.
Ein Stündchen Ruhe für die Gebeine und ein Spießbraten für den Magen, dazu ein bleifreies Weizenbier. Herz was begehrst du mehr.
Ein banger Blick zum Himmel beschleunigt unseren Aufbruch. Dunkle Wolken ziehen auf, obwohl der Wettermann aus Offenbach etwas anderes versprochen hat. Nun gut, es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unangepasste Kleidung. Wir sind alle richtig gekleidet..[nggallery id=66]Im Kloster Machern.
Vor dem Aufbruch wird noch das Brückenbauwerk der B 50 begutachtet. Die Brücke wird sich kühn über das Moseltal spannen.
Der Hochmoselübergang ist eine 25 Kilometer lange, vierspurige Neubaustrecke der Bundesstraße 50 zwischen dem Autobahndreieck Wittlich und Longkamp. Die Neubaustrecke soll die umwegige und durch Ortschaften verlaufende alte Führung der Bundesstraße 50 ersetzen und die A 60 und A 1 bei Wittlich mit der A 61 bei Rheinböllen direkter und autobahnähnlich verbinden. Das verkehrspolitische Ziel besteht in einer leistungsfähigen europäischen Fernstraße E 42. Der geplante Straßenquerschnitt beträgt 26 Meter.(Quelle: wikipedia)[nggallery id=67]
Dem Ingenieur gefällt das Bauwerk, der Esthet wendet sich mit Schaudern ab.
Weiter geht der Kurvenrausch. Schräglage nach Schräglage. Der Flow hat sich schon lange eingestellt. Petrus hat auch ein Einsehen und hält die Himmelsschleusen bis zu unserem Eintreffen in Reinsbach geschlossen. Reinsbach ist der letzte Planungspunkt der Tour. Ein abschließender Kaffee im Landgasthof Kuhl und ein kurzes Revuepassieren des Tages, bevor sich die Gruppe auflöst und getrennt die Fahrt zu den jeweiligen Heimatorten antritt.
Erst jetzt beginnt es leise zu tröpfeln. Nicht genug um uns zu erschrecken, aber genug um die Heimfahrt zu beschleunigen. Zu Hause lese ich auf dem Tacho 350 km ab. Gefühlt war es mehr.
Ein schöner Tag, ich komme wieder, wenn ihr mich lasst.

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